Armenien
Aus Stupidedia
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Wahlspruch: "Im Prinzip Ja!" | ||||
| Amtssprache | Lustisch | |||
| Schrift | Kryptisches Alphabet | |||
| Hauptstadt | Eriwan | |||
| Staatsform | Demokratische Republik | |||
| Staatsoberhaupt | Charles Aznavour | |||
| Bevölkerung | 3.025.276 (Stand: 31.12.2006), davon mehr als 90% im Ausland lebend | |||
| Nationalfeiertag | Tage des herzhaften Lachens (vom 1. bis zum 3. April) | |||
| Währung | AG (Armenischer Grosswitz) = 100 AL (Armenischer Lächler) | |||
| Zeitzone | UTC - 1 Jahr | |||
| Nationalhymne | Alle Tage lachen wir (zur Musik aus "Land des Lächelns" [Ouvertüre]) | |||
| Vorwahl | +374 | |||
Armenien, das Land des Lächelns, wurde 1917 als Demokratische Republik von Auswanderern (vor allem aus Europa) gegründet, die in ihrer Heimat verfolgt und geknechtet wurden und ganz allgemein nichts zu Lachen hatten.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie und Klima
Ein Blick auf die Weltkarte lehrt, dass Armenien am äussersten Rand der bekannten Welt liegt. Im Norden grenzt es an das Kaiserreich Fernostfriesland sowie an Affghanistan und Stupidedien, im Osten an Antarktis. Südlich von Armenien kommt nur noch Süden, Süden und nichts ausser Süden.
Hohe Bergketten bilden die natürlichen Grenzen zu den Nachbarstaaten und durchziehen auch ganz Armenien. Obwohl aufgrund seiner antarktischen Lage das Klima generell als äusserst rau bezeichnet werden muss, bildet sich durch die zerklüftete Lage Armeniens in vielen Tälern und Tiefebenen ein, zumindest jahreszeitlich, überraschend mildes Mikroklima. So kann beispielsweise an den Nordhängen des Ararat (mit 5165 Metern der höchste Berg der Antarktis) der weltweit beliebte und einzigartige Eiswein angebaut werden, welcher auch einen der wenigen Exportartikel Armeniens darstellt.
Armenien wird von vielen unterirdischen Flüssen durchquert, die sich aus ca. 3000 Meter tief gelegenen heissen Quellen speisen. Diese über weite Strecken sehr oberflächennah fliessenden Flüsse erwärmen die Erdoberfläche, sodass viele Ebenen Armeniens ganzjährig eisfrei sind und landwirtschaftlich genutzt werden können.
Bevölkerung
Armenien ist ein Vielvölkerstaat, wodurch sich seine ausgesprochen vielfältige und hochentwickelte Kultur erklärt. Eine Besonderheit Armeniens ist, dass mehr als 90% seiner Bürger nicht in Armenien selbst, sondern verstreut über alle Länder der Erde leben. Ein Grossteil der Armenier besitzt daher auch doppelte Staatsbürgerschaften. Darüber hinaus verleiht die armenische Regierung jedes Jahr 100 ausgewählten Erdenbürgern die Armenische Staatsbürgerschaft ehrenhalber, ein Vorgang, der von allen Auserwählten ausnahmslos als grosse Ehre angesehen wird (vgl. hierzu die Liste ausgewählter Ehrenbürger weiter unten).
Aktuell (Stand: 31.12.2006) besitzen 3.025.276 Menschen die armenische Staatsbürgerschaft, von denen jedoch nur 295.673 ganzjährig in Armenien leben (hiervon wiederum 252.468 in der Landeshauptstadt Eriwan, der Rest teilt sich auf ca. 60 dörfliche Gemeinden auf).
Die heutige Zusammensetzung sowohl der armenischen Stammbevölkerung als auch der Auslandsarmenier, entspricht prozentual in etwa der Zusammensetzung der Bevölkerung bei Staatsgründung im Jahre 1917. In Zahlen bedeutet dies: 8% Deutsch-Armenier, 23% Russisch-Armenier (einschliesslich Weissrussischer und Ukrainischer Anteile), 11% Balkan-Armenier, 15% Zentral-Asiatischer Armenier, 14% kaukasischer Armenier, 7% Indo-Armenier, 2% Sino-Armenier, 9% Afro-Armenier, 5% Balten-Armenier sowie 6% Sonstige.
Sprache, Kultur, Religion
Grundlage der heutigen Amtssprache Lustisch ist das alle Armenier verbindende Bekenntnis zum Lachen, zum Leben und zu ihrem Landesmotto "Im Prinzip JA!". Bedingt durch die Sprachenvielfalt der ersten Jahre nach Staatsgründung entwickelte sich das heutige Armenisch aus zwei wesentlichen Anteilen: zum einen enthält die Sprache einen ungemein hohen Anteil an körpersprachlichen Elementen (vor allem mimischen), zum anderen einigten sich die Gründungsväter darauf, viele Sprachelemente dem äusserst humorigen "Jiddisch" zu entlehnen (unter Verwendung des kryptischen Alphabetes). Hierdurch ist es auch für den Nicht-Armenier ein ungemein freudvolles Erlebnis, einer typisch armenischen Unterhaltung zuzuhören bzw. zuzusehen! Die Vielfalt an Varianten des Lächelns, Schmunzelns, Lachens etc., gepaart mit gestenreichem Wortvortrag in klangschönem, von Worten aller möglichen Sprachen durchsetztem Jiddisch, macht jedes auf armenisch geführte Gespräch zu einem echten Erlebnis für alle Beteiligten.
Die Kultur selbst ist ein Spiegel der schönsten und fruchtbarsten Ansätze aller Herkunftsländer. Besonderen Wert wird auf die Pflege des Musischen und Künstlerischen gelegt. Insbesondere die jährlich wachsende Zahl an "Ehrenarmeniern" bereichert und erweitert die armenische Kultur auf Allerschönste. Religion wird als Privatsache empfunden, wenngleich es keiner religiösen Vereinigung verwehrt ist, ihren Kultus auch öffentlich zu zelebrieren. In jeder noch so kleinen Siedlung finden sich daher entsprechende Gottes- und Kulthäuser aller nur denkbaren Glaubensrichtungen.
Geschichte
Die relativ kurze Geschichte Armeniens lässt sich unterteilen in die Gründerjahre (1917 bis ca. 1946) und die nachfolgende Zeit. Bestimmend für die Gründerjahre sind die beiden grossen Einwandererwellen, einmal zum Ende des Ersten Weltkrieges sowie zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Während dieser Zeit kamen vor allem direkt politisch Verfolgte bzw. Überlebende der grausamen Ereignisse jener Jahre ins Land. Sie suchten, verständlicherweise, zunächst nichts anderes als einen Platz zum Überleben. Dieser Wunsch prägte die Aussenpolitik des jungen Landes erheblich. Armenien verhielt sich, international betrachtet, so, als ob es gar nicht existieren würde. Erst die relative Verbesserung der Weltsicherheitslage bewirkte, dass zunehmend andere Motive für die Immigration eine Rolle spielten und sich Armenien auch aussenpolitisch betätigte.
Ab Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts nahm Armenien zu vielen Staaten diplomatische Beziehungen auf. Insbesondere der Beschluss der Handelskonferenz von 1956, armenische Dienstleistungen auf kulturellem Sektor der gesamten Welt völlig unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, trug viel zum hohen internationalen Ansehen des Landes bei. Das Prinzip der Stochastischen Demokratie (vgl. Politisches System) bewirkt durch Mittelwertbildung einen insgesamt stabilen politischen Kurs, welcher sich in der Geschichte des Landes dadurch äussert, dass das Land äusserst arm ist an sogenannten Ereignissen, die es wert wären, in herkömmlichen Geschichtsbüchern festgehalten zu werden. Armenische Geschichte ist vielmehr Kulturgeschichte und aufgrund des offenen Vielvölkerstatusses letzthin Weltkulturgeschichte.
Politisches System
Armenien ist eine sogenannte Stochastisch-Demokratische Republik. Aufgrund der vielfältigen Erfahrungen mit unterschiedlichsten Regierungsformen in ihren Ursprungsländern haben sich die Gründungsväter auf diese auf den ersten Blick leicht seltsam anmutende Form des politischen Systems geeinigt.
Grundlage hierfür waren folgende Überlegungen. Sieht man von extremen Positionen ab, so sind die Gemeinsamkeiten unter klar denkenden Menschen stets grösser als die Unterschiede. Im Sinne konstruktiv-kooperativen Handelns sollten also Menschen jeglicher politischer Couleur stets imstande sein, miteinander zu einvernehmlichen pragmatischen Lösungen zu gelangen. Aus diesem Grund wird die Zusammensetzung des armenischen Parlamentes einmal jährlich durch ein Zufallsprinzip bestimmt, ebenso die jeweiligen Koalitionen. Um den Wählern dennoch einen spannenden Wahlsonntag zu garantieren, geschieht dies auf folgende Weise: in den beiden Hauptrennen des grossen Pinguin-Derbys am St. Eriwan-Tag werden gemäss der Wettquoten und der letzten Zusammensetzung des Parlamentes in einem komplizierten mathematischen Verfahren aus dem tatsächlichen Zieleinlauf der Renn-Pinguine die Sitzverteilung, die Koaltionen und die Ministerämter für die nächste Legislaturperiode ermittelt.
Für die Aussenwelt erstaunlicherweise, für Armenier selbst jedoch klar auf der Hand liegend, funktioniert dieses politische System hervorragend. Als Joker werden alle Schaltjahre sogar der Posten eines Königs bzw. eines Diktators mit in die Wahl aufgenommen, sodass es hin und wieder u einjähriger Monarchie bw. Diktatur kommt, Umstände, die viele Armenier aufs Schönste an ihre alten Heimatländer erinnern.
Armenien ist Mitglied der UNO und sämtlicher ihrer Unterorganisationen. Darüber hinaus ist Armenien politisch völlig neutral und in keinem weiteren internationalen Bündnis Mitglied. Armenien verfügt über keine Armee. Lediglich eine einhundertköpfige Elitegarde aus Meistern des "entwaffnenden Lächelns" dient als repräsentative Einheit bei Staatsempfängen.
Wirtschaft
Das Wirtschaftssystem Armeniens ist von weltweit einzigartiger Komplexität. Dies liegt vor allem an zwei Faktoren. Erstens werden in Armenien selbst nur sehr wenige Waren produziert (im Grunde genommen nur eine Handvoll landwirtschaftlicher Produkte; sämtliche anderen Waren werden durch regelmässige Paketsendungen der Auslandsarmenier ins Land eingeführt), dafür aber immens viele Dienstleistungen, vor allem auf kulturellem Sektor, geleistet. Zum anderen herrscht, aufgrund der Sonderheiten des armenischen Währungssystems, faktisch gesehen eine Tauschwirtschaft, die besonders einen Aussenhandel nahezu unmöglich macht.
Das armenische Währungssystem
Zahlungseinheit ist der AG, der Armenische Grosswitz, unterteilt in 100 AL (Armenischer Lächler). Diese Zahlungseinheiten sind rein immateriell: leistet ein Armenier eine Dienstleistung wie z. B. "Erzählen einer Gute-Nacht-Geschichte", so erfolgt die Bezahlung durch das Erzählen eines oder mehrerer Witze bzw. lustiger Begebenheiten. Die Validierung erfolgt dabei ad hoc in einem höchst komplexen Vorgang, der sowohl das momentane sinnlich-geistige Vergnügen des Zuhörers als auch objektivere Kriterien wie Originalität, Kunstfertigkeit des Vortrages u. ä. Faktoren berücksichtigt. Ein Aufzeichnen des zum Vortrag gebrachten ist hierbei unzulässig. Dies führt dazu, dass der Wert eines konkreten Witzes grossen Schwankungen unterworfen ist, bedingt durch seinen Bekanntheitsgrad, persönliche Eigenheiten des Vortragenden und weitere Imponderabilien. Erstaunlicherweise funktioniert dieses Zahlungssystem im armenischen Alltag unter Einheimischen ganz ausgezeichnet, während ausländische Reisende hingegen regelmässig grösste Schwierigkeiten haben, ihre Verbindlichkeiten zu begleichen. In den meisten Fällen endet dies mit einer kostenlosen Überlassung seitens der Armenier, ein Umstand, der einerseits den Ruf höchster Gastfreundschaft begründet, andererseits das Preisgefüge ständig zu einer maximalen Volatilität treibt. Ein konkreter Aussenhandel mit anderen Ländern ist auf dieser Basis natürlich unmöglich, weshalb Armenien insbesondere seine kulturellen Erzeugnisse dem Rest der Welt (nach Beschluss der Handelskonferenz vom 1. April 1956) völlig kostenlos zur Verfügung stellt.
Infrastruktur
Das relativ grosse, jedoch nur spärlich besiedelte Land, ist durch ein sternförmiges Strassennetz erschlossen. Jedes Dorf ist direkt mit der Hauptstadt Eriwan verbunden, keines der Dörfer jedoch untereinander. Hierdurch ist gewährleistet, dass alle Armenier regelmässig die Hauptstadt besuchen und dort ihren allgemeinen Bürgerpflichten nachkommen. Eriwan verfügt über einen internationalen Flughafen.
Energetisch ist Armenien autark, da durch Anbohren der heissen unterirdischen Flüsse Energie in beliebiger Menge zur Verfügung steht. Schwerindustrie existiert keine, jedoch gibt es etliche Betriebe der weiterverarbeitenden Industrie, in denen die von Auslandsarmeniern geschickten Rohstoffe und Waren zu vor Ort optimal nutzbaren Dingen umgearbeitet werden.
Bildungssystem
In Armenien geborene oder zugezogene Kinder durchlaufen eine zwölfjährige Schulausbildung mit gleichzeitiger Berufsausbildung in einem handwerklichen oder landwirtschaftlichen Beruf. Danach erfolgt, je nach Neigung, ein Studium an der Universität Eriwan oder an einer Kunst- bzw. Musikakademie.
Grosse Armenier
- Garri Kasparov
- Charles Aznavour
- Charlie Chaplin
- Kalle Blomquist
im deutschen Sprachraum bekannte Ehrenarmenier
- Erich Kästner
- Ephraim Kishon
- Joachim Ringelnatz
- Robert Gernhard
- Didi Hallervorden
- John F. Kennedy
Literatur
- "Hot got gezogt: zol vern Armenien. Un es iz gevorn Armenien", Armenisher visnshaftlekher institut, 1997, Eriwan.
- "Short Treatise on Armenian Economics", J. Nash, 1978, Prentice Hall, Englewood Cliffs (NJ).
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